die sechste Etappe (2. Version) – der Bericht

Zehn Tage nach meiner letzten Etappe von Sihlbrugg Station nach Baar stand ich also wieder um 7.15 beim Bahnhof Sihlbrugg. Nachdem ich letztes Mal den Weg der Sihl entlang gewählt hatte, wollte ich unbedingt noch die Variante über den Hügel ausprobieren – sozusagen über dem Tunnel der Bahn und somit „näher“ an meinem üblichem Arbeitsweg.
Zehn Tage im Herbst machen ziemlich was aus in punkto Tageslicht. (Bezüglich Temperatur auch: wohl mindestens 10 Grad kälter.) Es war weder wie erwartet wolkenlos noch nur leicht bewölkt, sondern fast stockdunkel und nachdem mir meine Eltern noch ein paar Räubergeschichten zum Sihlwald erzählt hatten, lief ich nicht sofort los, sondern liess es noch etwas tagen. Über die viel befahrene Sihltalstrasse führt eine Überführung direkt in den Wald. Es geht den Hügel hinauf und es hatte viel Laub und Pilze. Im Frühling wäre der Duft des Bärlauchs wohl allgegenwärtig. Die Vögel zeigten sich nicht und ich meinte Kohl- und Blaumeisen und Amseln an ihren Gesängen zu erkennen. Kurz vor der Anhöhe geht es nach rechts in die Kernzone des Wildnisparks. Mein Weg führte mich aber nach Links aus dem Wald raus zum Schweikhof. Die schneebedeckten Alpen waren zu sehen aber leider war der Himmel immer noch bedeckt und das Licht miserabel.

Tellergrosse Pilze (unten meine Schuhspitze)

Tellergrosse Pilze (unten meine Schuhspitze)

In einem Baum, der schon gar keine Blätter mehr hatte, hielt sich ein Buntspecht an einem Ast und irgendwie sah er etwas durchfroren aus. Etwas weiter waren Buchfinken am Buchennüsse knacken.

Auf dem Weg nach Ebertswil hatte es zwei kleine Naturschutzgebiete an welchen ich jeweils etwas stehen blieb. Mit dem schlechten Licht war es sehr schwierig die Vögel zu identifizieren.Einfach waren nur die Eichelhäher und die Blaumeisen. Da kleine Kiesgrubenbiotop umflogen Scharen von Buch- und Grünfinken und ich konnte sogar einen Bergfink ausmachen. In Ebertswil hatte es einen schönen Garten mit – trotz der Kälte – schön blühenden Blumen. An einer verdorrten Sonneblume pickte ein Distelfink Samen. Am Ende des Dorfes hatte es Ponys, Pferde, Esel, Geissen und Hausenten.
Kurz nach Eberswil hatte es ein Feld verdorrtes Feld mit Disteln und ein grosser Schwarm Distelfinke (sicher 100 Vögel) liess sich darauf nieder. Aus einem nahe gelegenen Baum flogen 30 Ringeltauben auf. Leider konnte ich auch diese beiden Naturschauspiele mangels Sonnenlicht nicht fotografisch fest halten.

Schöne Spielkuh in Ebertswil

Schöne Spielkuh in Ebertswil

Grosse Baustelle beeinträchtigs Landschaftsbild

Grosse Baustelle beeinträchtigt Landschaftsbild

Den Ausblick beim Milchsuppenstein liess ich rechts liegen. Mein Weg führte mich wieder in den Wald, wo die Buchennüsse und Eicheln unter meinen Schritten knackten. Erst unten auf der Ebene schien plötzlich die Sonne und begleitete mich bis Baar. Diesmal ging ich an den Schrebergärten vorbei und sah das Entengehege unter der Eisenbahn mit exotischen Enten (Zwergsäger, Bahamasente, Mandarinente und diversen Gänse u.a. Streifengänse). Auf die Minute, als ich in Baar auf das Perron kam, fuhr der Zug ein, der mich nach Luzern brachte.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 6. Etappe, zur Arbeit - zu Fuss

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s