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die zwölfte Etapppe: Rotkreuz – Gisikon/Root

Lange hat es gedauert, bis ich endlich wieder eine Etappe unter die Füsse nehmen konnte. Am 29. Juni war es schon die Zwölfte und ich komme immer näher an Luzern heran. Ausserdem war ich das erste Mal nicht alleine unterwegs: meine Partnerin begann mit mir kurz nach sieben Uhr in Rotkreuz die dritt- oder viertletzte Etappe.
Den Bahngeleisen oder besser den Schallschutzwänden entlang wartet kurz nach Rotkreuz (oder immer noch Rotkreuz) eine erste Überraschung: ein kleiner idyllischer See in Mitten eines Naturschutzgebietes. Dann spazierten wir bis zum Reussufer und in der Morgensonne dann dem Fluss entlang. Wir hörten viele Vögel trällern, Frösche quaken und die Autobahn von ennet der Reuss brummen. Auf den Weiden grasten Kühe, Graureiher und Krähen. Nach dem Restaurant Tell, wo früher die Autobahn nach Zürich (von Luzern aus) begann, war es nur noch ein kurzes Stückchen bis zum Bahnhof von Gisikon/Root.

Der kleine idyllische See bei Rotkreuz.

Der Mäusebussard versteckt sich gut in den Blättern.

Im Anflug auf leuchtendes Gelb.

Eine kleine Libelle macht Pause auf einem Blatt.

Diese Kuh hat eine auffällige Gesichtszeichnung.

Unten links eine Rauchschwalbe und oben rechts ein Waldbaumläufer: siehst Du sie?

Es gibt sogar Gorillas in den Bäumen bei Gisikon!

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die sechste Etappe (2. Version) – der Bericht

Zehn Tage nach meiner letzten Etappe von Sihlbrugg Station nach Baar stand ich also wieder um 7.15 beim Bahnhof Sihlbrugg. Nachdem ich letztes Mal den Weg der Sihl entlang gewählt hatte, wollte ich unbedingt noch die Variante über den Hügel ausprobieren – sozusagen über dem Tunnel der Bahn und somit „näher“ an meinem üblichem Arbeitsweg.
Zehn Tage im Herbst machen ziemlich was aus in punkto Tageslicht. (Bezüglich Temperatur auch: wohl mindestens 10 Grad kälter.) Es war weder wie erwartet wolkenlos noch nur leicht bewölkt, sondern fast stockdunkel und nachdem mir meine Eltern noch ein paar Räubergeschichten zum Sihlwald erzählt hatten, lief ich nicht sofort los, sondern liess es noch etwas tagen. Über die viel befahrene Sihltalstrasse führt eine Überführung direkt in den Wald. Es geht den Hügel hinauf und es hatte viel Laub und Pilze. Im Frühling wäre der Duft des Bärlauchs wohl allgegenwärtig. Die Vögel zeigten sich nicht und ich meinte Kohl- und Blaumeisen und Amseln an ihren Gesängen zu erkennen. Kurz vor der Anhöhe geht es nach rechts in die Kernzone des Wildnisparks. Mein Weg führte mich aber nach Links aus dem Wald raus zum Schweikhof. Die schneebedeckten Alpen waren zu sehen aber leider war der Himmel immer noch bedeckt und das Licht miserabel.

Tellergrosse Pilze (unten meine Schuhspitze)

Tellergrosse Pilze (unten meine Schuhspitze)

In einem Baum, der schon gar keine Blätter mehr hatte, hielt sich ein Buntspecht an einem Ast und irgendwie sah er etwas durchfroren aus. Etwas weiter waren Buchfinken am Buchennüsse knacken.

Auf dem Weg nach Ebertswil hatte es zwei kleine Naturschutzgebiete an welchen ich jeweils etwas stehen blieb. Mit dem schlechten Licht war es sehr schwierig die Vögel zu identifizieren.Einfach waren nur die Eichelhäher und die Blaumeisen. Da kleine Kiesgrubenbiotop umflogen Scharen von Buch- und Grünfinken und ich konnte sogar einen Bergfink ausmachen. In Ebertswil hatte es einen schönen Garten mit – trotz der Kälte – schön blühenden Blumen. An einer verdorrten Sonneblume pickte ein Distelfink Samen. Am Ende des Dorfes hatte es Ponys, Pferde, Esel, Geissen und Hausenten.
Kurz nach Eberswil hatte es ein Feld verdorrtes Feld mit Disteln und ein grosser Schwarm Distelfinke (sicher 100 Vögel) liess sich darauf nieder. Aus einem nahe gelegenen Baum flogen 30 Ringeltauben auf. Leider konnte ich auch diese beiden Naturschauspiele mangels Sonnenlicht nicht fotografisch fest halten.

Schöne Spielkuh in Ebertswil

Schöne Spielkuh in Ebertswil

Grosse Baustelle beeinträchtigs Landschaftsbild

Grosse Baustelle beeinträchtigt Landschaftsbild

Den Ausblick beim Milchsuppenstein liess ich rechts liegen. Mein Weg führte mich wieder in den Wald, wo die Buchennüsse und Eicheln unter meinen Schritten knackten. Erst unten auf der Ebene schien plötzlich die Sonne und begleitete mich bis Baar. Diesmal ging ich an den Schrebergärten vorbei und sah das Entengehege unter der Eisenbahn mit exotischen Enten (Zwergsäger, Bahamasente, Mandarinente und diversen Gänse u.a. Streifengänse). Auf die Minute, als ich in Baar auf das Perron kam, fuhr der Zug ein, der mich nach Luzern brachte.

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die sechste Etappe – der Bericht 1. Teil

Das Sihltal kann ziemlich neblig sein am Morgen und so war es nur von Vorteil, dass ich mit dem Zug bis Baar fahren musste, um dann in den Zug zurück ins Sihltal umzusteigen. Bei dichtem Nebel wäre ich einfach sitzen geblieben und zur arbeiten gegangen. Doch obwohl es beim Durchfahren noch fast ganz dunkel war, war klar, dass es keinen Nebel hatte und ich also in Baar umsteigen würde. Für alle Fälle hatte ich sogar eine Taschenlampe eingepackt. Als ich aber kurz nach sieben bei der Station Sihlbrugg ausstieg, war es schon schön hell. Am Himmel hatte es ein paar rosa Wolken und den fast-noch-voll Vollmond.

Ich nahm den Weg der Sihl entlang, den ich immer aus dem Zug sehe. Auf dem Weg hatte es sogar Boviste und andere Pilze. Drei Gänsesäger fliegen vorbei und auch die Wasseramsel, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, zischt über das Wasser. Nach einer halben Stunde taucht die Sonne die obersten Baumwipfel in warmes Orange, und ich habe die Grenze des neu eröffneten wildnisparks erreicht. Das Gebiet ist mehrheitlich Naturschutzgebiet und eigentlich eine schöne Landschaft,  nicht konstant das Gedröhne der Sihltalstrasse zu hören wäre.

Für ein paar schlechte iPhone-Fotos – aber gute Eindrücke – hat es auch noch gereicht.

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der Probelauf

Ein Tag im Wallis nutze ich für eine kleine Runde. Mit dem Postauto fahre ich nach Bramois. Vorbei an ein paar Rebbergen und Äpfel- und Birnenfelder gehts zur Rhone. Nach einem Kieswerk hat es ein Naturschutzgebiet – la pouta fontana oder marais de la grône. Ein schöner Spaziergang. Bei einem Teich  hat es eine Beobachtungsstation, bei welchem im Blässhühner beim Füttern der Jungtiere, Mehlschwalben und Teichrohrsänger beobachten konnte. Da mich auch einige Mücken stachen, bin ich nicht lange geblieben. Schliesslich war die Heimreise auch noch 2.5 Stunden.

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