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die neunte Etappe: Zug Chollermüli – Cham Alpenblick

Morgenstimmung am Zugersee

Der Schnee ist weg und der Frühling übt. Für die nächste Etappe werde ich wohl wieder früher aufstehen müssen, wenn ich die Sonne nicht schon hoch oben am Himmel stehen haben will. Für heute ging es knapp noch, so um 8.10 Uhr los zu laufen – die Sonne blinzelt erst über den Zugerberg. Auf dem direkten Weg ist meine heutige Strecke nur 1.2 km lang. Ich nehme aber den Umweg dem See entlang.

Der Feldsperling sucht sich schon mal ein Häuschen.

Dem kleinen Flüsschen entlang scheint die Sonne in die kahlen Bäume und das Vogelkonzert ist schon in vollem Gange: Blau- und Kohlmeisen und Buchfinken kann ich identifizieren. Doch da hat es noch dieses gefiepe und gezehre welches mich genauer hinschauen lässt: die Stare sind zurück! Der Frühling ist definitiv in den Startlöchern. Aber ans Schwimmen will ich dann doch noch nicht denken:

Hinweis zum Nacktschwimmen

Noch sind die Vögel die hauptsächlichen Frühlingsboten: sie singen, bauen ein Nest (Graureiher), drehen Blätter um, um Würmer und Insekten zu finden (Amseln), kämpfen mit erhobenem Hinterteil (Blässhühner) oder balzen auf ihre Weise indem sie den Hals strecken, den Kopf aufs Wasser legen und komische Laute von sich geben (Haubentaucher).
Auf der Riedfläche gibt’s noch kein Zeichen einer hellgrünen Blattspitze – vor vier Tagen lag hier noch zentimeterweise Schnee. An ein paar Büschen sind aber doch schon die Kätzchen ganz leicht aufgegangen.

Wie Schnecken schleichen sich die Kätzchen aus ihren Häuschen.

Wenn die Sonne von einer Schleierwolke verdeckt wird, ist es plötzlich ganz still. Im Westen wird es sogar ganz grau, aber die Sonne vermag immer wieder ein paar wärmende Strahlen hinab zu senden. Schön ist es, wieder unterwegs zu sein.

Es sind nur noch 150 Reiherenten da - es waren bestimmt mal mindestens 1000.

Im Uferschilf des Ochsenbachs sitzen viele Knäckenten versteckt.

Farbenfrohe S-Bahn-Station

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die achte Etappe: Zug – Zug Chollermüli

Im Januar war es nichts mit dem Erwachen aus dem Winterschlaf, aber für den ersten Februartag war die Wettervorhersage hochnebellos. Ich packte die Chance. Der Himmel war zwar nicht wolkenlos, doch die Stimmung ganz toll: Kälterekord in der Schweiz für diesen Winter (mindestens -5 Grad in Zug), alles frisch verschneit und der Zugersee ganz aufgewühlt.

Zugersee mit Alpenpanorama

Wind auf der Rigi

Im Gegensatz zum Probelauf von letzter Woche waren die Vögel auf dem See mit diesem Wellengang kaum zu fotografieren.

Blässhühner bei hohem Wellengang

Blick zurück nach Zug

Dafür zeigte sich der Seidenreiher, der auch dieses Jahr hier überwintert.

Seidenreiher

Seidenreiher zwischen den Booten

Ein paar Vögel scheinen kalte Füsse zu haben.

... wenigstens nur ein kalter Fuss

Morgenwäsche oder kalte Füsse?

Im Hafen hatte es heute auch ein paar Löffelenten.

Löffelenten (links: Weibchen; vorne: Männchen)

Und dann tatsächlich, kurz vor der Badi um 8.50 schien mir die Sonne auf den Rücken.

Die Sonne über dem Zugerberg.

Mit der Sonne ertönten auch die Gesänge der Grün- und Buchfinken und Kohlmeisen, die in den Bäumen herum turnten.
Bei der Badi lässt sich durch Spalten des, von einem berühmten asiatischen Künstler erstellten/konzipierten, Zaunes schauen. Hier habe ich schon schöne Fotos von den Graugänsen gemacht. Heute aber war die Badi fast vogelfrei. Vor dem Naherholungsgebiet Brüggli schwimmt eine Nilgans und eine männliche Mandarinente bei den Stockenten. Beim Brüggli und danach ist Naturschutzgebiet und alle Leute mit ihren Hunden haben diese nicht an der Leine – das nervt.

Hunde an die Leine!

Bei der Chollermüli bin ich mir nicht sicher, ob die Batterien der neuen Kamera bald tot sind, und so entschliesse ich mich, hier die S-Bahn nach Luzern zu nehmen. Übrigens: in der iPhone SBB App gibt es nur die Haltestelle „Zug, Kollermüli“ und nicht etwa Chollermüli … Zug Chollermüli – einfach kein Komma eingeben nach Zug …

Haltestelle Chollermüli mit der Müli im Hintergrund

Eiszapfen beim Wasser

Eis am Ast - Erstarrung - Bewegung

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die achte Etappe – zweite Annäherung

Die vierte Kalenderwoche machte mir im Ausblick meteotechnisch Hoffnung für Dienstag und Mittwoch. Für Montag wurde Schnee vorhergesagt, was auch stimmte. Am Montag wurde dann aber auch klar, dass der Dienstag ebenfalls in den Schnee fallen würde.
Jetzt bleibt mir nur noch Mittwoch, der dafür sehr kalt sein soll. Für den Rest der Woche sieht es nicht nach Sonne aus.
Nun warte ich aber mal, was der Mittwoch tatsächlich bringt.

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die achte Etappe – Annäherung

Nach dem „Winterschlaf“ geht es nun darum einen guten Zeitpunkt (sprich schönes Wetter) für die neunte achte Etappe voraus zu sagen und die Chance dann auch zu packen. Ohne positive Wetterprognose kann ich nur beim Vorbeifahren aus dem Zug kommentieren:
12. Jan: alles wunderschön von einer Schneeschicht überzuckert. In Zug zeigt sich sogar ein dunstiges Stückchen blauer Himmel.
14. Jan: der Schnee liegt immer noch aber nun liegt der Hochnebel dicht und das Licht ist dumpf.
18. Jan: Es ist wärmer geworden. Vom Schnee sind nur noch ein paar weisse und graue Flecken vorhanden – keine Märchenstimmung mehr. Dafür hätte es heute keinen Nebel gehabt und zwischen den Wolken ist der Himmel zu sehen.
19. Jan: keine Wolken im Sihltal – dafür dichtester Nebel am Zugersee. Sichtweite höchstens 20 Meter.
21. Jan: über Nacht fiel wieder ein wenig Schnee. Die Wettervorhersage sprach jedoch von Schnee / Regen bis heute Morgen. So hoffe ich, vielleicht morgen einen schönen Tagesstart für die neunte Etappe zu erwischen.
22. Jan: ok, die Wettervorhersage war „zäher Nebel“. Nur, über dem Zürichsee ist klarer Himmel mit schönstem Morgenrot über den Alpen. Die Vorhersage stimmte dann leider für Sihltal und Zug – also wieder keine Etappe diese Woche.

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die achte Etappe: Zug – Cham

Eine meiner letzten drei Möglichkeiten noch in diesem Jahr bis Cham zu komme, ist schon vorbei: der Nebel! Nachdem es am Montag geschneit hat, wäre es die erste Etappe mit Schnee gewesen. Mit Sonne hätte es bestimmt schöne Fotos gegeben. Da es im Moment eher kalt ist, habe ich vielleicht noch die Chance auf Schnee und Sonne.

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