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die vierzehnte und letzte Etappe – der Bericht

Das war es nun also: die letzte Etappe bis zur Arbeit. Nach dem verregneten ersten Versuch, war für Mittwoch besseres Wetter vorher gesagt und so wiederholte ich die Strecke von Ebikon bis Luzern. Es war neblig in Ebikon und ich wollte schon zum Starten erstmal einen Kaffee trinken gehen. Aber 1. scheint es in Ebikon beim Bahnhof keinen Ort zu geben, wo ich einen Kaffee bekommen hätte und 2. riss der Nebel gegen Luzern hin schon auf. Und so machte ich mich auf den Weg. Die Vögel waren schon einiges munterer als letztes Mal. Doch das Wetter überlegte es sich noch einmal und der Nebel wurde nochmals dichter. So hatte ich leider kein schönes Licht auf der Spinne mit Tau und einer speziellen Struktur in ihrem Netz.

Spinne mit speziellem Netzmuster

Ich wartet auf etwas Sonne und spazierte durch die Wiese. Es gab aber noch keine Sonne, dafür hatte ich nachher nasse Füsse.

Ried und Wiese beim Rotsee

Es sah nicht mehr so aus, wie wenn bald die Sonnen scheinen würde und so spazierte ich diesmal auf der Maihof-Seite dem Rotsee entlang. Nach dem Bootshaus wärmte mich endlich die Sonne und ein paar Vögel erhellten mein Gemüt. Am meisten die Reiherente mit ihrem Kleinen, weil es das erste Mal war, dass ich ein kleines Reiherentchen in der Schweiz sah.  Offenbar brüten sie jetzt häufiger in der Schweiz.

Mama Reiherente mit dem ein paar Tage alten Nachwuchs

fifties style: Hunde an die Leine

Seerosen und Blässhuhn

Zottiger Bienenkäfer (Trichodes alvearius)

Über den Bramberg und mit einem kleinen Abstecher in den Wettsteinpark erreichte ich nach rund 75km und 25 Stunden meine Arbeit. 🙂

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die zwölfte Etapppe: Rotkreuz – Gisikon/Root

Lange hat es gedauert, bis ich endlich wieder eine Etappe unter die Füsse nehmen konnte. Am 29. Juni war es schon die Zwölfte und ich komme immer näher an Luzern heran. Ausserdem war ich das erste Mal nicht alleine unterwegs: meine Partnerin begann mit mir kurz nach sieben Uhr in Rotkreuz die dritt- oder viertletzte Etappe.
Den Bahngeleisen oder besser den Schallschutzwänden entlang wartet kurz nach Rotkreuz (oder immer noch Rotkreuz) eine erste Überraschung: ein kleiner idyllischer See in Mitten eines Naturschutzgebietes. Dann spazierten wir bis zum Reussufer und in der Morgensonne dann dem Fluss entlang. Wir hörten viele Vögel trällern, Frösche quaken und die Autobahn von ennet der Reuss brummen. Auf den Weiden grasten Kühe, Graureiher und Krähen. Nach dem Restaurant Tell, wo früher die Autobahn nach Zürich (von Luzern aus) begann, war es nur noch ein kurzes Stückchen bis zum Bahnhof von Gisikon/Root.

Der kleine idyllische See bei Rotkreuz.

Der Mäusebussard versteckt sich gut in den Blättern.

Im Anflug auf leuchtendes Gelb.

Eine kleine Libelle macht Pause auf einem Blatt.

Diese Kuh hat eine auffällige Gesichtszeichnung.

Unten links eine Rauchschwalbe und oben rechts ein Waldbaumläufer: siehst Du sie?

Es gibt sogar Gorillas in den Bäumen bei Gisikon!

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die neunte Etappe: Zug Chollermüli – Cham Alpenblick

Morgenstimmung am Zugersee

Der Schnee ist weg und der Frühling übt. Für die nächste Etappe werde ich wohl wieder früher aufstehen müssen, wenn ich die Sonne nicht schon hoch oben am Himmel stehen haben will. Für heute ging es knapp noch, so um 8.10 Uhr los zu laufen – die Sonne blinzelt erst über den Zugerberg. Auf dem direkten Weg ist meine heutige Strecke nur 1.2 km lang. Ich nehme aber den Umweg dem See entlang.

Der Feldsperling sucht sich schon mal ein Häuschen.

Dem kleinen Flüsschen entlang scheint die Sonne in die kahlen Bäume und das Vogelkonzert ist schon in vollem Gange: Blau- und Kohlmeisen und Buchfinken kann ich identifizieren. Doch da hat es noch dieses gefiepe und gezehre welches mich genauer hinschauen lässt: die Stare sind zurück! Der Frühling ist definitiv in den Startlöchern. Aber ans Schwimmen will ich dann doch noch nicht denken:

Hinweis zum Nacktschwimmen

Noch sind die Vögel die hauptsächlichen Frühlingsboten: sie singen, bauen ein Nest (Graureiher), drehen Blätter um, um Würmer und Insekten zu finden (Amseln), kämpfen mit erhobenem Hinterteil (Blässhühner) oder balzen auf ihre Weise indem sie den Hals strecken, den Kopf aufs Wasser legen und komische Laute von sich geben (Haubentaucher).
Auf der Riedfläche gibt’s noch kein Zeichen einer hellgrünen Blattspitze – vor vier Tagen lag hier noch zentimeterweise Schnee. An ein paar Büschen sind aber doch schon die Kätzchen ganz leicht aufgegangen.

Wie Schnecken schleichen sich die Kätzchen aus ihren Häuschen.

Wenn die Sonne von einer Schleierwolke verdeckt wird, ist es plötzlich ganz still. Im Westen wird es sogar ganz grau, aber die Sonne vermag immer wieder ein paar wärmende Strahlen hinab zu senden. Schön ist es, wieder unterwegs zu sein.

Es sind nur noch 150 Reiherenten da - es waren bestimmt mal mindestens 1000.

Im Uferschilf des Ochsenbachs sitzen viele Knäckenten versteckt.

Farbenfrohe S-Bahn-Station

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die siebte Etappe – der zweite Bericht

Der Nebel auf der Strecke Baar – Zug hatte zwar etwas Spannendes, aber ich wollte doch noch sehen, wie die Landschaft denn da so ist. Also wiederholte ich Etappe 7 am 5.11. mit Sonnenschein. Und wie sie schien! Ich spazierte ungefähr denselben Weg. Der Lorze entlang dann allerdings auf der östlichen Sonnenseite. Wieso die Strecke dann doch einen Kilometer kürzer war, als das letzte Mal im Nebel, weiss ich wirklich nicht. Viel Spass also mit den sonnigen Bildern:

landschaft

Schöne Natur und Zivilisation - alles nahe beieinander

mond

Mond und Disteln

bussard

Mäusebussard

gartenbaumläufer

Gartenbaumläufer gut getarnt

eichenblätter

Herbstliche Eichenblätter

sumpfmeise

Sumpfmeise

landschaft

Landschaft mit Pilatus

herbstlaub

Herbstlaub

bergstelze

Bergstelze

Bachstelze

Bachstelze

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die dritte Etappe – der Bericht

Eine spontane Entscheidung früh am Morgen. Der Wetterbericht verheisst Sommer mit noch ein paar Wolken. Heute soll es eine kurze Etappe werden: von Kilchberg nach Rüschlikon.
Kilchberg ist bekannt wegen seinen berühmten Exilanten im 2. Weltkrieg – der Familie Mann. Während dem Studium war ich mal hierher gefahren und zur Kirche rauf spaziert, um die Gräber v.a. von Erika Mann zu sehen.

Heute bleibe ich aber unten und spaziere parallel zum See durch die Wohnquartiere.

Blick nach Süden

Blick nach Süden

Trotz den vielen Baukränen ist es (noch) ruhig. Die einzigen Vögel sind Amseln und Spatzen. Ein paar laute Kohlmeisen picken tote Insekten aus einer Lampe in einem Baum. Kurz vor Rüschlikon liegt ein intensiver Duft nach Schokolade in der Luft. In den Blumenkisten vor den Fenstern blühen die Blumen, die Rasen sind gepflegt.

Seidenakazie oder Seidenrosenbaum (Albizia julibrissin)

Seidenakazie oder Seidenrosenbaum (Albizia julibrissin)

Es gibt ein paar sehr schöne Häuser, die in der Morgensonne leuchten und in ein paar Gärten reifen Birnen, Äpfel und verschiedene Beeren.

Äpfel - apples

Äpfel - apples

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die zweite Etappe – der Bericht

Ab Bahnhof Enge führt mein Weg heute dem Zürichsee entlang. Doch was so beschaulich tönt, ist es nicht nur.

Hafen Enge

Hafen Enge

Zürichsee

Zürichsee

Am Sonntag wurde dem See entlang der Ironman Zürich durchgeführt und die Spuren waren noch überall präsent.

Ironman - Überreste

Ironman - Überreste

Nach dem Hafen überrascht mich eine Brandgans – nicht gerade üblich auf dem Zürichsee.
Auf der Landiwiese war trotz der frühen Morgenstunde putzen und aufräumen angesagt. Wo es sonst idyllisch und verträumt ist, haben sich die Schwäne, Stockenenten und Blässhühner auf die Saffa-Insel zurück gezogen. Hubstapler karren Material umher und ich denke, dass die grossen Zelte doch eigentlich für das Theaterspektakel stehen gelassen werden könnten.

Landiwiese nach dem Ironman

Landiwiese nach dem Ironman

Wechselzone am Tag danach

Wechselzone am Tag danach

Etwas weiter werden die Dampfschiffe heraus geputzt und über mir wird ein Sperber von anderen Vögeln vertrieben. Kurz danach scheint mir zum ersten Mal die Sonne ins Gesicht und die Wasservögel putzen sich am Kiesstrand. Leider ist auch hier nichts mit Ruhe, denn ein Saubermann wirbelt mit einem Laubbläser (im Sommer!) Staub auf. Er selber trägt selbstverständlich suvakonform Ohrenschutz!
Nach der roten Fabrik lasse ich den „Hoffnungsweg“ rechts liegen und entschliesse mich erst beim Wegweiser „Ortsmuseum“ die lärmige Seestrasse zu verlassen. Irgendwo an dieser Kilchbergerstrasse wachsen Aprikosen, Kiwi und Feigen und an den blühenden Schmetterlingsbäumen (falscher Flieder / Buddlaia / Butterlfly Bush) hat es, wie der Name sagt, viele Schmetterlinge. Also doch noch ein richtiger Sommerspaziergang!

Tagpfauenauge

Tagpfauenauge

Distelfalter

Distelfalter

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