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Zug – Cham: noch nicht

Wahrscheinlich werde ich bei meinem Projekt in Zug überwintern. Bei meiner wohl letzte Chance dieses Jahr hatte ich kein Wetterglück – da halfen auch die neue Kappe und Handschuhe nichts
Um aber ja nichts unversucht zu lassen, bin ich heute in Zug ausgestiegen. Ein paar hellblaue Stellen leuchteten noch durch die dichte Wolkendecke. Nach nur gut 200 Metern am Zugersee wurde mir aber klar, dass es sich nicht lohnen würde. Diese wunderschöne Strecke entlang dem Zugersee will ich bei schönem Wetter geniessen.
Also dann, werde ich den zweiten Teil
eines Arbeitsweges im neuen Jahr unter die Füsse nehmen!

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Eingeordnet unter 8. Etappe, zur Arbeit - zu Fuss

die sechste Etappe (2. Version) – der Bericht

Zehn Tage nach meiner letzten Etappe von Sihlbrugg Station nach Baar stand ich also wieder um 7.15 beim Bahnhof Sihlbrugg. Nachdem ich letztes Mal den Weg der Sihl entlang gewählt hatte, wollte ich unbedingt noch die Variante über den Hügel ausprobieren – sozusagen über dem Tunnel der Bahn und somit „näher“ an meinem üblichem Arbeitsweg.
Zehn Tage im Herbst machen ziemlich was aus in punkto Tageslicht. (Bezüglich Temperatur auch: wohl mindestens 10 Grad kälter.) Es war weder wie erwartet wolkenlos noch nur leicht bewölkt, sondern fast stockdunkel und nachdem mir meine Eltern noch ein paar Räubergeschichten zum Sihlwald erzählt hatten, lief ich nicht sofort los, sondern liess es noch etwas tagen. Über die viel befahrene Sihltalstrasse führt eine Überführung direkt in den Wald. Es geht den Hügel hinauf und es hatte viel Laub und Pilze. Im Frühling wäre der Duft des Bärlauchs wohl allgegenwärtig. Die Vögel zeigten sich nicht und ich meinte Kohl- und Blaumeisen und Amseln an ihren Gesängen zu erkennen. Kurz vor der Anhöhe geht es nach rechts in die Kernzone des Wildnisparks. Mein Weg führte mich aber nach Links aus dem Wald raus zum Schweikhof. Die schneebedeckten Alpen waren zu sehen aber leider war der Himmel immer noch bedeckt und das Licht miserabel.

Tellergrosse Pilze (unten meine Schuhspitze)

Tellergrosse Pilze (unten meine Schuhspitze)

In einem Baum, der schon gar keine Blätter mehr hatte, hielt sich ein Buntspecht an einem Ast und irgendwie sah er etwas durchfroren aus. Etwas weiter waren Buchfinken am Buchennüsse knacken.

Auf dem Weg nach Ebertswil hatte es zwei kleine Naturschutzgebiete an welchen ich jeweils etwas stehen blieb. Mit dem schlechten Licht war es sehr schwierig die Vögel zu identifizieren.Einfach waren nur die Eichelhäher und die Blaumeisen. Da kleine Kiesgrubenbiotop umflogen Scharen von Buch- und Grünfinken und ich konnte sogar einen Bergfink ausmachen. In Ebertswil hatte es einen schönen Garten mit – trotz der Kälte – schön blühenden Blumen. An einer verdorrten Sonneblume pickte ein Distelfink Samen. Am Ende des Dorfes hatte es Ponys, Pferde, Esel, Geissen und Hausenten.
Kurz nach Eberswil hatte es ein Feld verdorrtes Feld mit Disteln und ein grosser Schwarm Distelfinke (sicher 100 Vögel) liess sich darauf nieder. Aus einem nahe gelegenen Baum flogen 30 Ringeltauben auf. Leider konnte ich auch diese beiden Naturschauspiele mangels Sonnenlicht nicht fotografisch fest halten.

Schöne Spielkuh in Ebertswil

Schöne Spielkuh in Ebertswil

Grosse Baustelle beeinträchtigs Landschaftsbild

Grosse Baustelle beeinträchtigt Landschaftsbild

Den Ausblick beim Milchsuppenstein liess ich rechts liegen. Mein Weg führte mich wieder in den Wald, wo die Buchennüsse und Eicheln unter meinen Schritten knackten. Erst unten auf der Ebene schien plötzlich die Sonne und begleitete mich bis Baar. Diesmal ging ich an den Schrebergärten vorbei und sah das Entengehege unter der Eisenbahn mit exotischen Enten (Zwergsäger, Bahamasente, Mandarinente und diversen Gänse u.a. Streifengänse). Auf die Minute, als ich in Baar auf das Perron kam, fuhr der Zug ein, der mich nach Luzern brachte.

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Eingeordnet unter 6. Etappe, zur Arbeit - zu Fuss

Gewitter – thunderstorm

Luzern am 23.7.2009 kurz vor dem heftigen Gewitter mit Hagel.
Lucerne on July 23rd shortly before the big storm with hail.

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die dritte Etappe – der Bericht

Eine spontane Entscheidung früh am Morgen. Der Wetterbericht verheisst Sommer mit noch ein paar Wolken. Heute soll es eine kurze Etappe werden: von Kilchberg nach Rüschlikon.
Kilchberg ist bekannt wegen seinen berühmten Exilanten im 2. Weltkrieg – der Familie Mann. Während dem Studium war ich mal hierher gefahren und zur Kirche rauf spaziert, um die Gräber v.a. von Erika Mann zu sehen.

Heute bleibe ich aber unten und spaziere parallel zum See durch die Wohnquartiere.

Blick nach Süden

Blick nach Süden

Trotz den vielen Baukränen ist es (noch) ruhig. Die einzigen Vögel sind Amseln und Spatzen. Ein paar laute Kohlmeisen picken tote Insekten aus einer Lampe in einem Baum. Kurz vor Rüschlikon liegt ein intensiver Duft nach Schokolade in der Luft. In den Blumenkisten vor den Fenstern blühen die Blumen, die Rasen sind gepflegt.

Seidenakazie oder Seidenrosenbaum (Albizia julibrissin)

Seidenakazie oder Seidenrosenbaum (Albizia julibrissin)

Es gibt ein paar sehr schöne Häuser, die in der Morgensonne leuchten und in ein paar Gärten reifen Birnen, Äpfel und verschiedene Beeren.

Äpfel - apples

Äpfel - apples

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die erste Etappe – der Bericht, Teil 1

Punkt 7 Uhr, bewölkt, nicht so heiss und somit perfekt für meinen Start zur ersten Etappe.
Da mich so viele auf meine „Wanderung“ ansprechen, ich aber eher Spaziergänge plane, kommt mir die Schnecke wie gerufen. (Siehe vorheriger Eintrag.)
Als das GPS endlich den Satellit geortet hat, kann ich die Stoppuhr starten und los gehen.
Ein Buchfink zwitschert über mir und die Spatzen füttern ihre lauten Nachkommen. Wie üblich sind die JoggerInnen an der Limmat unterwegs und eine Mittelmeermöwe fliegt über der Limmat westwärts. Eine Maus flieht vor mir aus der farbig blühenden Uferböschung über den Weg. Fische springen und eine Bachstelze wippt mit ihren Schwanz auf einem Stein im Wasser.

In den Gärten wachsen Tomaten und Zucchetti. Je näher ich zum Hauptbahnhof komme, umso mehr Leute hat es, die wohl auch auf dem Weg zur Arbeit sind…Weiter der Limmat entlang sehe ich politische Aufrufe auf den Boden gesprayt …Politischer Aufruf und Filmwerbung (www.filmfluss.ch).Filmfluss

Dazu krächzen Krähen und piepsen Kohlmeisen. Stockenten – inklusive einer Familie mit vier Teenie-Enten – gründeln in der von den Wochenendgewittern braunen Sihl. Ich sehe eine Elster, ein Haubentaucher und eine Schwan. Im seichten Wasser stehen zwei Graureiher und darüber im Baum noch einmal zwei. Von den vier Gänsesäger sind wohl drei Jungtiere.
Die Uhr in der Bahnhofunterführung zeigt 7.45 als ich daran vorbei gehe und (noch) nicht im Sinn habe einen Zug zu besteigen.

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