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die geplante letzte Etappe – der Bericht

Es war die letzte Möglichkeit im Juli – also sozusagen innerhalb eines Jahres – meine Strecke zur Arbeit fertig zu gehen. Die Wettervorhersage war so, dass ich darauf hoffen konnte, dass die Regenwolken aufreissen würden, um wunderbare Wolken-Sonnen Stimmungen zu erleben. Es kam anders.

Ich begann bei Nieselregen in Buchrain und spazierte zwischen Maisfeldern und Bahnstrecke entlang. Auf der anderen Seite des Geleise die Schindler Aufzug Fabrik.

Die Schindler hinter dem Geleise

Wegen dem vielen Regen der letzten Tage hatten sich auf den Feldern zum Teil kleine Seen gebildet, die von Stockenten genutzt wurden. Irgendwann war die Strecke dem Geleise entlang vorbei und da dies nicht ausgeschildert war, machte ich einen kleinen Umweg um eine paar Industriegebäude herum.

Feld mit Seelein und Enten

Industrie

Kurz vor Ebikon löste sich ein jahrelanges Rätsel: Aus dem Zug ist nur ein Betonruine zu sehen, die von Tauben bewohnt wird. Diese gibt es bestimmt schon mehr als 20 Jahre und nie war mir klar, wieso dieses hässliche Ding nicht abgerissen würde. Nun weiss ich es, da ich das erste Mal auf der anderen Seite stand: es ist eine Unterführung, eine Tunneleinfahrt. Das Gebäude darüber wurde aus irgendeinem Grund nie fertig oder so.

Tunnel- / Unterführungeinfahrt

So ist es der zugfahrenden Bevölkerung wohl besser bekannt...

Am Bahnhof Ebikon stand ein unspektakulärer Zirkuswagen und es begann etwas mehr zu regnen.

Knie Zugwagen in Ebikon

Die Sonnenblumen blühten und leuchteten trotz düsterem Himmel und die Kühe am Rotsee suchen Schutz vor dem Regen.

Sonnenblumen im Regen

Kühe am Waldesrand suchen Schutz vor dem Regen

Als dann die Aussichten nicht besser wurden und ich auf der ganzen Strecke dem Rotsee entlang nur dem Regen ausgesetzt war, entschloss ich, dass diese 14. Etappe nur bis Ebikon zählt und ich also Ebikon – Luzern/Arbeit nochmals wiederholen will.

Düstere Aussicht auf den Rotsee

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die dreizehnte Etappe: Gisikon/Root – Buchrain

Eine weitere Etappe zu Beginn dieser Woche: Kurz nach sieben am 19. Juli bin ich in Gisikon/Root ausgestiegen und das erste Stück der Reuss entlang spaziert. Es war noch kühl und schattig und es gab viele Vogelstimmen, von denen ich immer noch nur Buchfink und Kohlmeise erkenne. Auf einer Lichtung präsentierte sich aber eine gute Ausrede: In einer Volière hatte es Kakadus! Wie sollte ich darauf kommen!
Einen kurzen Moment lang wollte ich den Umweg der Reuss entlang über Perlen machen, aber dann ich wäre ich wohl nie zur Arbeit gekommen. Und so führte mich mein Weg ab Root parallel zur Bahnstrecke und der Ron bis nach Buchrain. An den Pferdekoppeln und den Maisfeldern vorbei, dann dem Waldrand mit wunderschönen Eichen entlang. (Ende der Woche nach einem dieser heftigen Sommerstürme sah ich aus dem Zug, dass mindestens sechs dieser Bäume am Boden lagen…)
Beim „Tierheims an der Ron“ kläfften die Hunde alle an – die Pferde gleich daneben störte es offenbar nicht gross, unter der Baustelle beim neuen Autobahnzubringer vorbei und schon war ich in Buchrain.

den Geleisen entlang

Ein Graureiher in der Morgensonne.

Rauchschwalben bei der Morgentoilette.

Detail aus dem Maisfeld

Ron mit Pilatus

Ein Käfer im Blumenmeer...

Zwei Libellen sonnen sich.

Pferde auf der Weide

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6. Juli – Jubiläumsdiashow

In der Diashow gibt es Fotos vom Tram in Zürich, Hauptbahnhof Zürich, im Zug, vorbei an der Sihl und dem Zugersee, an den Feldern vorbei bis zum Rotsee und zum Schluss den Hauptbahnhof in Luzern.

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6. Juli – Jubiläum

Vor einem Jahr, am 6. Juli 2009, bin ich zu meiner ersten Etappe gestartet. Zum Jubiläum wäre ich gerne diese nochmals gelaufen, aber just heute macht der Sommer eine kleine Pause: Wolken, Regen, keine Sonne.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass ich nochmals von vorne beginnen muss, da ich die Strecke nicht in einem Jahr geschafft habe… Aber da würden meine Leserinnen und Leser wohl nicht mehr mitmachen.
Um trotzdem zu feiern, habe ich auf meinem „normalen“ Arbeitsweg ein paar iPhone Fotos gemacht.

Hauptbahnhof Zürich - erstaunlich leer...

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die elfte Etappe – der Bericht 2. Teil

Mit einem letzten Blick auf den Zugersee und dem Gedanken, dass ich in dem Ried da unten auch einen ganzen Tag verbringen könnte, wende ich mich nach Westen, überquere „meine“ Zugstrecke und biege ins Golfgebiet ein. Vorbei an einem Bauernhof und der riesigen Abfallhalde durchquere ich den Golfplatz auf den erlaubten Strassen. Dank den Elstern sehe ich an einem der Wasserlöcher eine Bekassine (Schnepfenart) auffliegen und sich danach wieder setzen, wo sie so getarnt ist, dass ich sie nicht mehr ausmachen kann. Bei Holzhäusern muss ich ein kurzes Stück der Strasse entlang gehen, danach überquere ich noch die Autobahn und bin bald in Rotkreuz. Zum Schluss tuckert noch eine „Tante Ju“ über mich hinweg, womit ich heute sehr vieles gesehen habe, was fliegt: neben den vielen Vögeln auch je ein Sport- und Verkehrsflugzeug, einen Helikopter, einen Düsenjet und die Ju.

Der Zug und die Rigi

Abfallhalde und Deponie

Mistel ohne Drossel

Auf der ganzen grossen Wiese hat es Baugespanne - vielleicht wird auch dieses Haus bald abgerissen.

Tante Ju

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die elfte Etappe – der Bericht 1. Teil

Die Sonne versteckte sich leider bereits von Anfang an hinter einem milchigen Wolkenschleier und so fielen keine warmen Morgensonnenstrahlen auf die Villette, als ich am 18. März meine elfte Etappe in Cham startete. Nach der Villette hat es noch weitere grosszügige Grundstücke direkt am See – diese sind aber leider privat. Direkt danach mache ich einen letzten kurzen Abstecher an der Zugersee. Mit dem Ausbau auf zwei Gleise  von Cham bis Rotkreuz wurden hier Schrebergärten versetzt, Mauern und Zäune versetzt. Dennoch hat es einen Weg der Bahnstrecke und den Einfamilienhäusern entlang. So komme ich z.B. auch an dem toten Baum vorbei, den ich aus dem Zug so gut sehe  und wo sich jeweils im Frühling und Herbst die Stare sammeln. Auch das kleine Flüsschen wollte ich unbedingt einmal von Nahem sehen und so zweigte ich das erste Mal auf meiner Wanderung von den offiziellen Wegen ab. Ich überquerte ein Feld schön dem Rand entlang (welches vor ein paar Tagen gegüllt worden war) und musste danach unter gekrächze der Raben dem kleinen Wäldchen entlang zurück zum Wanderweg. Aus dem Wald trällerten die Vögel und ich konnte wieder einmal und immer noch nicht die Stimmen den Vögeln  zuordnen. Dafür fand ich Federn, die ich auch nicht bestimmen kann.
Bevor ich mich dann endgültig vom Zugersee „abwendete“, machte ich einen kurzen Halt und frühstückte.

Die Villette in Cham

Die schönen Grundstücke am See ohne Zugang.

Stilleben im Schrebergarten

Kein Zugvogel

Vogelbeobachtungsbaum und Rigi

Mäusebussard und Rabenkrähe

Blick zurück auf den Zugersee.

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die achte Etappe: Zug – Zug Chollermüli

Im Januar war es nichts mit dem Erwachen aus dem Winterschlaf, aber für den ersten Februartag war die Wettervorhersage hochnebellos. Ich packte die Chance. Der Himmel war zwar nicht wolkenlos, doch die Stimmung ganz toll: Kälterekord in der Schweiz für diesen Winter (mindestens -5 Grad in Zug), alles frisch verschneit und der Zugersee ganz aufgewühlt.

Zugersee mit Alpenpanorama

Wind auf der Rigi

Im Gegensatz zum Probelauf von letzter Woche waren die Vögel auf dem See mit diesem Wellengang kaum zu fotografieren.

Blässhühner bei hohem Wellengang

Blick zurück nach Zug

Dafür zeigte sich der Seidenreiher, der auch dieses Jahr hier überwintert.

Seidenreiher

Seidenreiher zwischen den Booten

Ein paar Vögel scheinen kalte Füsse zu haben.

... wenigstens nur ein kalter Fuss

Morgenwäsche oder kalte Füsse?

Im Hafen hatte es heute auch ein paar Löffelenten.

Löffelenten (links: Weibchen; vorne: Männchen)

Und dann tatsächlich, kurz vor der Badi um 8.50 schien mir die Sonne auf den Rücken.

Die Sonne über dem Zugerberg.

Mit der Sonne ertönten auch die Gesänge der Grün- und Buchfinken und Kohlmeisen, die in den Bäumen herum turnten.
Bei der Badi lässt sich durch Spalten des, von einem berühmten asiatischen Künstler erstellten/konzipierten, Zaunes schauen. Hier habe ich schon schöne Fotos von den Graugänsen gemacht. Heute aber war die Badi fast vogelfrei. Vor dem Naherholungsgebiet Brüggli schwimmt eine Nilgans und eine männliche Mandarinente bei den Stockenten. Beim Brüggli und danach ist Naturschutzgebiet und alle Leute mit ihren Hunden haben diese nicht an der Leine – das nervt.

Hunde an die Leine!

Bei der Chollermüli bin ich mir nicht sicher, ob die Batterien der neuen Kamera bald tot sind, und so entschliesse ich mich, hier die S-Bahn nach Luzern zu nehmen. Übrigens: in der iPhone SBB App gibt es nur die Haltestelle „Zug, Kollermüli“ und nicht etwa Chollermüli … Zug Chollermüli – einfach kein Komma eingeben nach Zug …

Haltestelle Chollermüli mit der Müli im Hintergrund

Eiszapfen beim Wasser

Eis am Ast - Erstarrung - Bewegung

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Eingeordnet unter 8. Etappe, zur Arbeit - zu Fuss