Schlagwort-Archive: Zugersee

die elfte Etappe – der Bericht 1. Teil

Die Sonne versteckte sich leider bereits von Anfang an hinter einem milchigen Wolkenschleier und so fielen keine warmen Morgensonnenstrahlen auf die Villette, als ich am 18. März meine elfte Etappe in Cham startete. Nach der Villette hat es noch weitere grosszügige Grundstücke direkt am See – diese sind aber leider privat. Direkt danach mache ich einen letzten kurzen Abstecher an der Zugersee. Mit dem Ausbau auf zwei Gleise  von Cham bis Rotkreuz wurden hier Schrebergärten versetzt, Mauern und Zäune versetzt. Dennoch hat es einen Weg der Bahnstrecke und den Einfamilienhäusern entlang. So komme ich z.B. auch an dem toten Baum vorbei, den ich aus dem Zug so gut sehe  und wo sich jeweils im Frühling und Herbst die Stare sammeln. Auch das kleine Flüsschen wollte ich unbedingt einmal von Nahem sehen und so zweigte ich das erste Mal auf meiner Wanderung von den offiziellen Wegen ab. Ich überquerte ein Feld schön dem Rand entlang (welches vor ein paar Tagen gegüllt worden war) und musste danach unter gekrächze der Raben dem kleinen Wäldchen entlang zurück zum Wanderweg. Aus dem Wald trällerten die Vögel und ich konnte wieder einmal und immer noch nicht die Stimmen den Vögeln  zuordnen. Dafür fand ich Federn, die ich auch nicht bestimmen kann.
Bevor ich mich dann endgültig vom Zugersee „abwendete“, machte ich einen kurzen Halt und frühstückte.

Die Villette in Cham

Die schönen Grundstücke am See ohne Zugang.

Stilleben im Schrebergarten

Kein Zugvogel

Vogelbeobachtungsbaum und Rigi

Mäusebussard und Rabenkrähe

Blick zurück auf den Zugersee.

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die zehnte Etappe: Cham Alpenblick – Cham

Das lass ich mir nicht entgehen: es ist meteorologischer Frühlingsanfang und es ist Sonnenschein pur vorher gesagt. Also stehe ich extra früh auf, sehe beim Warten aufs Tram noch den untergehenden fast-noch-Vollmond und bin tatsächlich so früh in Cham Alpenblick, dass gerade erst die obersten Alpenspitzen von der Morgensonne in rosa Licht getaucht werden. Es ist Viertel nach sieben.
Mein Weg führt mich den Schrebergärten entlang, wo die Amseln sich auf den Mist- und Erdhaufen versammeln und nach Würmern suchen. Im Hafen von Cham neben dem Schwimmbad kann ich den Sonnenaufgang beobachten.

Sonnenaufgang im Hafen von Cham

Morgenstimmung

Über den Hügel bei St. Andreas vorbei zur Einmündung der Lorze.

St. Andreas - nettes Haus, schöne Lage

Infotafeln geben Auskunft zu den stattlichen Häusern

Auf der kleinen Parkanlage (Hirsgarten) hat der Zirkus Alfredo Nock sein Zelt aufgestellt stehen Zelte von Nock für die Show von Marco Rima und draussen auf dem See hat es allerlei Wasservögel.

Die Zirkuszelte für Marco Rima in Cham

Zirkus

Auf der anderen Seite der Lorze ist die Villette mit dem schönen Park. Viel mehr als 20 Minuten sind für diesen Spaziergang eigentlich nicht nötig. Aber die Morgensonne scheint in die Bäume, und ich habe bereits doppelt so viel Zeit gebraucht und entscheide mich, noch etwas im Park zu bleiben und die Sonne und die Vögel zu geniessen.

Romantik pur in der Villette

Auch die Vögel geniessen das schöne Licht: links Gartenbaumläufer (bewegt sich zu schnell, deshalb verschwommen) und rechts Kohlmeise

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die neunte Etappe: Zug Chollermüli – Cham Alpenblick

Morgenstimmung am Zugersee

Der Schnee ist weg und der Frühling übt. Für die nächste Etappe werde ich wohl wieder früher aufstehen müssen, wenn ich die Sonne nicht schon hoch oben am Himmel stehen haben will. Für heute ging es knapp noch, so um 8.10 Uhr los zu laufen – die Sonne blinzelt erst über den Zugerberg. Auf dem direkten Weg ist meine heutige Strecke nur 1.2 km lang. Ich nehme aber den Umweg dem See entlang.

Der Feldsperling sucht sich schon mal ein Häuschen.

Dem kleinen Flüsschen entlang scheint die Sonne in die kahlen Bäume und das Vogelkonzert ist schon in vollem Gange: Blau- und Kohlmeisen und Buchfinken kann ich identifizieren. Doch da hat es noch dieses gefiepe und gezehre welches mich genauer hinschauen lässt: die Stare sind zurück! Der Frühling ist definitiv in den Startlöchern. Aber ans Schwimmen will ich dann doch noch nicht denken:

Hinweis zum Nacktschwimmen

Noch sind die Vögel die hauptsächlichen Frühlingsboten: sie singen, bauen ein Nest (Graureiher), drehen Blätter um, um Würmer und Insekten zu finden (Amseln), kämpfen mit erhobenem Hinterteil (Blässhühner) oder balzen auf ihre Weise indem sie den Hals strecken, den Kopf aufs Wasser legen und komische Laute von sich geben (Haubentaucher).
Auf der Riedfläche gibt’s noch kein Zeichen einer hellgrünen Blattspitze – vor vier Tagen lag hier noch zentimeterweise Schnee. An ein paar Büschen sind aber doch schon die Kätzchen ganz leicht aufgegangen.

Wie Schnecken schleichen sich die Kätzchen aus ihren Häuschen.

Wenn die Sonne von einer Schleierwolke verdeckt wird, ist es plötzlich ganz still. Im Westen wird es sogar ganz grau, aber die Sonne vermag immer wieder ein paar wärmende Strahlen hinab zu senden. Schön ist es, wieder unterwegs zu sein.

Es sind nur noch 150 Reiherenten da - es waren bestimmt mal mindestens 1000.

Im Uferschilf des Ochsenbachs sitzen viele Knäckenten versteckt.

Farbenfrohe S-Bahn-Station

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die achte Etappe: Zug – Zug Chollermüli

Im Januar war es nichts mit dem Erwachen aus dem Winterschlaf, aber für den ersten Februartag war die Wettervorhersage hochnebellos. Ich packte die Chance. Der Himmel war zwar nicht wolkenlos, doch die Stimmung ganz toll: Kälterekord in der Schweiz für diesen Winter (mindestens -5 Grad in Zug), alles frisch verschneit und der Zugersee ganz aufgewühlt.

Zugersee mit Alpenpanorama

Wind auf der Rigi

Im Gegensatz zum Probelauf von letzter Woche waren die Vögel auf dem See mit diesem Wellengang kaum zu fotografieren.

Blässhühner bei hohem Wellengang

Blick zurück nach Zug

Dafür zeigte sich der Seidenreiher, der auch dieses Jahr hier überwintert.

Seidenreiher

Seidenreiher zwischen den Booten

Ein paar Vögel scheinen kalte Füsse zu haben.

... wenigstens nur ein kalter Fuss

Morgenwäsche oder kalte Füsse?

Im Hafen hatte es heute auch ein paar Löffelenten.

Löffelenten (links: Weibchen; vorne: Männchen)

Und dann tatsächlich, kurz vor der Badi um 8.50 schien mir die Sonne auf den Rücken.

Die Sonne über dem Zugerberg.

Mit der Sonne ertönten auch die Gesänge der Grün- und Buchfinken und Kohlmeisen, die in den Bäumen herum turnten.
Bei der Badi lässt sich durch Spalten des, von einem berühmten asiatischen Künstler erstellten/konzipierten, Zaunes schauen. Hier habe ich schon schöne Fotos von den Graugänsen gemacht. Heute aber war die Badi fast vogelfrei. Vor dem Naherholungsgebiet Brüggli schwimmt eine Nilgans und eine männliche Mandarinente bei den Stockenten. Beim Brüggli und danach ist Naturschutzgebiet und alle Leute mit ihren Hunden haben diese nicht an der Leine – das nervt.

Hunde an die Leine!

Bei der Chollermüli bin ich mir nicht sicher, ob die Batterien der neuen Kamera bald tot sind, und so entschliesse ich mich, hier die S-Bahn nach Luzern zu nehmen. Übrigens: in der iPhone SBB App gibt es nur die Haltestelle „Zug, Kollermüli“ und nicht etwa Chollermüli … Zug Chollermüli – einfach kein Komma eingeben nach Zug …

Haltestelle Chollermüli mit der Müli im Hintergrund

Eiszapfen beim Wasser

Eis am Ast - Erstarrung - Bewegung

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Zug – Cham: noch nicht

Wahrscheinlich werde ich bei meinem Projekt in Zug überwintern. Bei meiner wohl letzte Chance dieses Jahr hatte ich kein Wetterglück – da halfen auch die neue Kappe und Handschuhe nichts
Um aber ja nichts unversucht zu lassen, bin ich heute in Zug ausgestiegen. Ein paar hellblaue Stellen leuchteten noch durch die dichte Wolkendecke. Nach nur gut 200 Metern am Zugersee wurde mir aber klar, dass es sich nicht lohnen würde. Diese wunderschöne Strecke entlang dem Zugersee will ich bei schönem Wetter geniessen.
Also dann, werde ich den zweiten Teil
eines Arbeitsweges im neuen Jahr unter die Füsse nehmen!

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